Überwachungsgeschwader

Das Überwachungsgeschwader besteht aus drei Staffeln (zwei Eurofighter-Staffeln und eine Düsentrainer-Staffel SAAB 105 Ö) Standorte des Überwachungsgeschwader sind Zeltweg und Hörsching.

Die Soldaten des Überwachungsgeschwaders sichern und überwachen den österreichischen Luftraum. Die Piloten stehen rund um die Uhr für luftpolizeiliche Aufgaben zur Verfügung, um unerlaubt eindringende Flugzeuge zu identifizieren. Gegebenfalls drängen sie diese ab oder zwingen sie zur Landung.

Eurofighter

Der Eurofighter ist ein Abfangjäger der vierten Generation von Kampfflugzeugen. Der einsitzige Jet verfügt über zwei leistungsfähige Triebwerke. Die am Vorderteil des Rumpfs angebrachten Entenflügel sorgen für eine besonders gute Manövrierfähigkeit bei geringer Geschwindigkeit und einen geringen Luftwiderstand. Seine hohe Wendigkeit erreicht der Eurofighter mit Hilfe von Flugkontrollcomputern.

Technische Daten
Stationierungsort Zeltweg
Triebwerke 2 Mantelstromtriebwerke Eurojet EJ200
Abmessungen Länge: 15,96 m
Höhe: 5,28 m
Spannweite: 10,95 m
Höchstgeschwindigkeit 2.495 km/h in 10.975 m Höhe
Reichweite 1.390 km
Dienstgipfelhöhe 16.765 m
max. Flughöhe 19.812 m

Fliegerwerft 2

Die Fliegerwerft 2 ist als Typenwerft für alle Eurofighter, Saab 105 und PC-7 "Turbo Trainer" des Bundesheeres zuständig.

Zentralwerkstätte
Neben den Flugzeugen betreut das Personal der Fliegerwerft 2 auch die entsprechenden Bodeneinrichtungen in Zeltweg und Graz.

Zusätzlich ist die Werft als Zentralwerkstätte für viele Umlaufteile der Luftstreitkräfte verantwortlich, unter anderem für alle Generatoren von Heeresflugzeugen.

FlFlATS - Institut Flieger

Das Institut Flieger ist die Folgeorganisation der Fliegerschule Zeltweg. Als Teilorganisation der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule ist das Institut Flieger an den Standorten Zeltweg und Langenlebarn für folgende Ausbildungsgänge zuständig:

- Militärpilotenauswahlverfahren
- Militärpilotenausbildung Fläche bis zum Status Einsatzpilot auf Schulflugzeugen
- Militärpilotenausbildung Hubschrauber bis zum Status Einsatzpilot auf Schulhubschrauber
- Fluglehreraus-, -fort-, und -weiterbildung
- Ausbildung von MLPV-Prüfern (Militärluftfahrtpersonalverordnung)
- Fachpraktische Ausbildung von Luftfahrzeugtechnikern
- Technische Bereitstellung der Schulungsluftfahrzeuge (Al3 und PC7)

Die Einsatzaufgabe des Instituts mit seinen Luftfahrzeugen Al3 und PC7 ist die Luftraumsicherung, Verbindungsflüge, Katastrophenhilfe, Zieldarstellung und Luftfeinddarstellung für das ÖBH.

Schulflugzeug Pilatus PC-7 "Turbo Trainer"


Beschreibung
Das Schulflugzeug Pilatus PC-7 "Turbo Trainer" ist ein voll kunstflugtaugliches Schulflugzeug. Es besitzt eine Propellerturbine, ein Einziehfahrwerk mit Bugrad und ist für insgesamt 2 Personen zugelassen (Tandemsitzanordnung).

Das Flugzeug kann auch mit Maschinengewehren und Raketen bewaffnet werden.

Verwendung
Das Flugzeug wird am Institut Flieger für die Grund- und Fortgeschrittenenausbildung verwendet

Zusatzverwendungen
- taktische Einsätze entsprechend der Bewaffnungsmöglichkeit
- Überwachungsflüge

Stationierungsort
Zeltweg / Institut Flieger

Technische Daten
- Triebwerk: Pratt & Whitney PT 6A-25A
- Turbinenleistung: 410 kW (550 PS)
- Abmessungen: Länge: 9,77 m
- Höhe: 3,21 m
- Breite: 10,40 m
- Kraftstoffverbrauch: 130 l/h (bei Reisegeschwindigkeit)
- Reisegeschwindigkeit: 330 km/h
- Höchstgeschwindigkeit: ca. 500 km/h
- Reichweite: 1.460 km (in 6.100 m Höhe)
- Dienstgipfelhöhe: 7.600 m
- Maximale Abflugmasse: 2.700 kg (mit Außenlasten)

Bewaffnung (Schulung)
- 12,7mm MG
- 7 cm Übungsraketen

Schulhubschrauber Al3


Beschreibung:
Die Alouette III ist ein leichter Verbindungs- und Transporthubschrauber, besitzt einen Dreiblatt- Haupt- und Heckrotor, ein unverkleidetes Turbinentriebwerk, ein Räderfahrwerk und ist für insgesamt 7 Personen zugelassen. Die Ausrüstung mit Seilwinde und Außenlasthaken ermöglicht eine vielseitige Verwendbarkeit. Auf Grund seiner Leistungscharakteristik und Konfiguration ist dieser Hubschrauber für Hochgebirgseinsätze besonders gut geeignet.
Herstellerland: Frankreich

Verwendung:
- Außenlasttransporte
- Rettungs- und Bergeflüge (ohne Notarztausrüstung)
- Löschflüge mit Löschwasserbehälter am Außenlasthaken
- Grenzraumüberwachungsflüge
- Krankentransporte
- Verbindungsflüge aller Art
- Bildflüge (Schiebetüren)

Technische Daten:
- Triebwerk: Turbomeca Artouste III Bl
- Turbinenleistung: 420 kW (570 PS)
- Abmessungen: Länge: 10,17 m
- Höhe: 3,09 m
- Rotordurchmesser: 11,02 m
- Kraftstoffverbrauch: 200 l/h
- Reisegeschwindigkeit: 160 km/h
- Höchstgeschwindigkeit: ca. 210 km/h
- Reichweite: ca. 400 km
- Dienstgipfelhöhe: 6.500 m
- Maximale Abflugmasse: 2.200 kg

Fliegerabwehrbataillon 2

Das Fliegerabwehrbataillon 2 hat Standorte in Zeltweg und in Aigen im Ennstal. Die wichtigsten Waffensysteme des Verbandes sind die Fliegerabwehrlenkwaffe "Mistral" und die radargesteuerte 35 mm Zwillingsfliegerabwehrkanone 85.

Die Hauptaufgaben des Bataillons sind:

Die Fliegerabwehrkräfte schützen strategisch wichtige Räume, Objekte und Einrichtungen gegen Angriffe aus der Luft. Der Schutz von Personen und vor allem der eingesetzten Bodentruppen in grenznahen Gebieten hat dabei Vorrang.
Die Aufgaben der Fliegerabwehr:
- Schutz von wichtigen Objekten wie öffentlichen Gebäuden, Kraftwerken, etc.,
- Schutz der Flugplätze Zeltweg, Aigen und Graz-Thalerhof,
- Raumschutz.
Diese Waffen werden beim Fliegerabwehrbataillon 2 eingesetzt:
- Leichte Fliegerabwehrlenkwaffe "Mistral"
- 35 mm Zwillingsfliegerabwehrkanone 85

Leichte Fliegerabwehrlenkwaffe "Mistral"
Fliegerabwehr bis sechs Kilometer

Die leichte Fliegerabwehrlenkwaffe "Mistral" dient zur Bekämpfung von Luftzielen auf Entfernungen bis 6.000 und 3.000 Meter Höhe. Sie wird eingesetzt, im Rahmen des Fliegerabwehrregiments, der Panzergrenadierbrigade oder der Jägerbrigade.

Volle Mobilität

Transportiert wird das Waffensystem auf einem Gefechtsfahrzeug. Über kurze Strecken kann es auch getragen werden.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt von 5 Personen (präsente Kräfte) bzw. 8 Personen (nach Mobilmachung).
Um die volle Reichweite der Fliegerabwehrlenkwaffe MISTRAL auszunutzen, wird der Fliegerabwehrwaffentrupp durch ein Zielzuweisungsradar (ZZR) unterstützt. Dies weist dem Richtschützen das Ziel über ein akustisches Signal zu. Weitere Informationen über das Zielverhalten sind am Zieldatenempfänger (ZDE) ablesbar.

Wirkung

Die Mistral ist eine rückstoßfreie Fliegerabwehrlenkwaffe mit passiver Infrarotlenkung. Nach dem Abfeuern verfolgt sie ihr Ziel selbstständig - sie ist eine "Fire And Forget" Waffe.

35 mm Zwillingsfliegerabwehrkanone 85 (ZFlAK)

Die 35 mm ZFlAK 85 wird im Rahmen des Fliegerabwehrzuges, als Feuereinheit, zum Objektschutz eingesetzt. Der 35 mm Fliegerabwehrzug besteht aus:
- zwei 35 mm ZFlAK 85
- ein Feuerleitgerät 79 SKYGUARD (Radar)

Ziele

Es können sowohl Luftziele als auch Erdziele bekämpft werden. Die Zielbekämpfung ist in Radarsteuerung, als auch in lokalen (autonomen) Betrieb der 35 mm ZFlAK 85, durch Unterstützung eines Laserentfernungsmessers möglich.
Einsatzschussweite: 4000 m
Kadenz: 1100 Schuß/min
Gewicht mit Munition: 7700 kg
Anzahl der Granaten an der 35 mm ZFlAK 85: 280 Stück

Militärservicezentrum 9 - ZELTWEG (MSZ9)

Das Militärservicezentrum 9 (MSZ9) mit seinen nachgeordneten Gebäudeaufsichten Zeltweg, St. Michael, Eisenerz, Aigen, Seetaleralpe und Tamsweg ist eine nachgeordnete Dienststelle des Militärischen Immobilienmanagementzentrums (MIMZ) und betreut mit 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sämtliche Liegenschaften und Objekte des BMLVS im gesamten Bereich der Obersteiermark und Teilen Salzburgs bautechnisch und auch haustechnisch. Sämtliche Umbauten, Generalsanierungen, Neubauten, Instandsetzungen, Instandhaltungen, Wartungen und Reparaturen an bautechnischen und haustechnischen Anlagen werden durch Mitarbeiter dieser Dienststellen betreut, bearbeitet bzw. veranlasst. Die Energiekostenverrechnung sowie die Reinigungsdienstleistungsverrechnung werden ebenfalls über das MSZ9 veranlasst. Die einzelnen Dienststellen verfügen über Personal sowohl im technischen Dienst als auch im handwerklichen Dienst.

Die einzelnen Dienststellen verfügen über Personal sowohl im technischen Dienst als auch im handwerklichen Dienst.

Offiziersgesellschaft

Zweigstellenleiter: Mjr Dipl.-Ing SCHANDOR

Die Offiziersgesellschaft Steiermark will sich für eine aktive Sicherheits- und Verteidigungspolitik einsetzen und sich als "Sicherheitspolitisches Gewissen" in sicherheits-, wehrpolitischen und verteidigungspolitischen Belangen einbringen. Der Verein dient als Informations-, Kommunikations- und Fortbildungsplattform für Offiziere des Aktiv-, Miliz- oder Reservestandes in Bezug auf Einsätze im Inland und Ausland.

Weitere Ziele unserer Interessensgemeinschaft sind die Pflege der soldatischen Gesinnung und Kameradschaft unter den Mitgliedern sowie die Wahrung deren Interessen. Bei Bedarf sollen Mitglieder vor allem bei Auslandseinsätzen oder in Fällen unverschuldeter Notlage von der Offiziersgesellschaft Steiermark unterstützt werden.

Die Offiziersgesellschaft Steiermark ist ein parteiunabhängiger Verein und verfolgt keine parteipolitischen Ziele.

Unteroffiziersgesellschaft

Zweigstellenleiter: Vzlt DRIUSSI

Zweck des Vereines

a) Förderung der Wehrbereitschaft, Pflege und Festigung der Kameradschaft und der soldatischen Gesinnung
b) Vertretung der Interessen des Unteroffizierskorps, unabhängig von bestehenden Interessensvertretungen
c) Wahrung und Förderung der Interessender Unteroffiziere des Präsenzstandes, der Miliz und der Reserve
d) Wahrung und Förderung der Interessen der im Ruhestand befindlichen Unteroffiziere
e) Veranstaltungen zum Zwecke der militärischen Fort- und Weiterbildung
f) Vermittlung von Wissen und Kenntnissen zur Erfüllung der übertragenen Aufgaben
g) Kontaktaufnahme mit öffentlichen und privaten Institutionen im Interesse der Umfassenden Landesverteidigung
h) Zusammenarbeit mit militärischen Dienststellen, Behörden, Vereinen und Organisationen zum Zwecke einer positiven Wehrpolitik
i) Weiterführung und Pflege der ruhmreichen Tradition der "TAPFERKEITSMEDAILLENBESITZER ÖSTERREICHS" im Bundesland STEIERMARK
j) Herausgabe von Publikationenv
k) Schaffung und Erhaltung sozialer Einrichtungen
l) Kameradschaftshilfe bei unverschuldeter Notlage von Mitgliedern, soweit sie dem Aktivstand angehören und deren Angehörige nach finanziellen Möglichkeiten der UOG ST; es besteht aber kein Anspruchsrecht

Dienstbetrieb/Militärkommando Steiermark

Der Dienstbetrieb des Militärkommandos Steiermark erbringt im Wege der Betriebsstaffel Zeltweg territoriale Unterstützungsleistungen für alle am Fliegerhorst Hinterstoisser dislozierten Truppen, Verbände und Dienststellen.

Diese territorialen Unterstützungsleistungen umfassen unter anderem im Bereich der Wirtschaftsversorgung die Teilbereiche
+ Verpflegung
+ Bekleidung
+ Wirtschaftsgerät
+ Geldversorgung
+ Reinigung und Pflege der zugewiesenen Bereiche.

Dazu werden eine Schuhmacherei, eine Schneiderei und eine Tischlerei betrieben.

Als weitere Kernaufgaben sind die
+ Überwachung der Einhaltung der militärischen Sicherheit,
+ der Brandschutz, sowie
+ die Abfallbewirtschaftung und
+ die Pflege der Liegenschaft zu nennen.

Der Dienstbetrieb/MilKdoST die Serviceeinheit für den Fliegerhorst in Zeltweg!

Luftaufklärung

Die Luftaufklärungseinsatzstelle in Zeltweg ist eine Teileinheit der Luftaufklärungsstaffel im Rahmen des Luftunterstützungsgeschwaders in Langenlebarn. Sie führt Luftbild- und Luftaufklärungsaufträge im gesamten Bundesgebiet mit den Luftfahrzeugen Al3 und PC6 durch. Air to Air - Aufnahmen werden durch besonders geschultes Personal aus den Lfz SAAB 105 und PC7 angefertigt. Bodenaufnahmen, Fotoreportagen, technische Aufnahmen, etc. fallen ebenso in den Zustängigkeitsbereich der Einsatzstelle Zeltweg.